Dienstag, 13. Juli 2010

Hochverfügbarkeit von öffentlichen Ordnern unter EX2010

Hallo zusammen,

unter Exchange 2010 kann die Mailbox Rolle mit einer s.g. DAG hochvergügbar ausgestattet werden. In einer DAG sind neben die Mailboxen selbstverständlich auch die öffentlichen Ordner hinterlegt. Eine öffentliche Ordner Datenbank ist deshalb aber nicht "hochverfübar". Eine erhöhte Verfügbarkeit wird nur erreicht, wenn mehrere öffentliche Ordner Datenbank in der Exchange Organisation inkl. Replikation vorhanden sind.

Guckt du auch hier:
http://technet.microsoft.com/en-us/library/bb629523.aspx

Viele Grüße, Jens

Mittwoch, 12. Mai 2010

Betrachtung Archivierungsmöglichkeiten mit Exchange

Hallo zusammen,

Mit Exchange 2010 bietet sich die Möglichkeit ein s.g. Online Archiv zu nutzen, das s.g. Online Archiv ist der Ersatz für die ausgelagerten .pst Dateien die bisher irgendwo im Netzwerk oder auf den lokalen PCs herumschwirren. Microsoft Exchange verfolgt die Strategie diese Daten direkt in Exchange reinzuholen, da sie dort

a) gesichert sind
b) der Benutzer von jedem PC aus drauf zugreifen kann und
c) Vertreter könnten ebenfalls auf das Archiv zugreifen.

Anbei ein paar Nachteile zum Thema .pst Dateien:

  • Der „Überall-Zugriff“ ist nicht gewährleistet
  • Der Benutzer kann nur von dem PC auf die .pst Datei zugreifen wo diese gespeichert ist
  • Widerfährt der Hardware in defekt ist die .pst Datei ggf. nicht mehr nutzbar und somit geht Mailbox Inhalt verloren
  • Microsoft supported keine .pst Dateien in einem Netzwerkpfad, guckst du hier: http://support.microsoft.com/kb/297019
  • keine Unternehmensweite Suche möglich
  • nahezu keine Möglichkeit die .pst Dateien zu sichern, sofern sie nicht im Netzwerk liegen, welches ja gar nicht supported ist
  • Der Benutzer ist selbst für das Backup der .pst Datei verantwortlich, sofern diese lokal vorgehalten wird

Die Tendenz geht klar dahin dass wichtige Unternehmensdaten (s.g. Hot Data) auf wenigen, schnellen/performanten Festplatten zur Verfügung gestellt werden und weniger wichtige Daten, z.B. das Online Archiv auf großen, langsameren und vor allem billigeren Storage zur Verfügung gestellt wird.

Das Archiv ist als zweites Postfach innerhalb des bestehenden Postfachs anzusehen, für den Benutzer aber absolut transparent.

Das Online Archiv ist nicht mit einem echten Archivierungssystem wie Easy oder ähnliche Produkte zu vergleichen, es bietet „nur“ die Möglichkeit Exchange-Daten auszulagern. Auf der anderen Seite ist es somit möglich Quotas für die Benutzer Postfächer zu definieren, so dass die Postfächer kleine gehalten werden können. Natürlich können aber auch Quotas auf das Online-Achtiv integriert werden.

Das „Problem“ bei der aktuellen Implementierung ist jedoch, dass eben dieses Archiv nur in der gleichen Datenbank abgelegt werden kann, wo sich das Postfach befindet. Mit dem Herauskommen von Exchange 2010 SP1 (Herbst 2010) gibt es folgende Neuerungen:

  • Die Archiv Datenbank kann auf einer dedizierten Datenbank ausgelagert werden (Stichwort: Cheap Storage)
  • Benutzer könnten Berechtigungen für Vertreter vergeben (nur möglich durch den Administrator – die Möglichkeit für die Benutzer selbst ist für SP2 geplant)
  • Die maximale empfohlene Größe eines Online Archivs auch in der Hinsicht Indizierung beträgt 120 GB
  • Such-Vorschau über spezielle Keywords, auch über das Outlook-Archiv
  • Die Benutzer können absolut integriert mit dem Archiv arbeiten, sie können Emails bearbeiten, Nachverfolgen, Kennzeichnen usw.
  • Benutzer können via Outlook Web App (ehemals OWA) auf das Archiv zugreifen
  • …und das wichtigste: es ist möglich das Archiv in der Cloud (BPOS) zu betreiben, vollkommen transparent für den Benutzer, d.h. der Outlook Nutzer sieht gar nicht, dass sein Archiv nicht auf dem lokalen Exchange Server liegt, sondern extern beim Hoster. Für die Unternehmen bietet sich somit die Möglichkeit sämtliche Archive an einen Hosting Anbieter auszulagern, welcher das preisgünstig auf „Cheap Storage“ anbietet. Die BPOS Postfächer kosten Stand heute in der Standard Version ab 4,26€ pro Monat, ob dieses Preismodell dann auch für das Online Archiv übernommen, ist abzuwarten
  • …und nicht zu vergessen: momentan würde das technisch nur mit Outlook 2010 funktionieren. Microsoft arbeitet aber derzeit an der Integration dieser Funktion in Outlook 2007 (!), so dass dort auch auf das Online Archiv zugegriffen werden kann.
  • De-Duplication (wenn eine email 10x gefunden wird, wird sie im Ergebnis dennoch nur 1x angezeigt)

Allerdings funktioniert das Online Archiv nur dann wenn der Outlook Client online mit dem Exchange Server verbunden ist, d.h. besteht keine Verbindung zum Exchange Server, so besteht auch kein Zugriff auf das Archiv.

Ein weiterer Ansatzpunkt hinsichtlich Online Archiv wäre die Möglichkeit einen Archiv Server mit lokalen Platten und/oder SAN Platten zur Verfügung zu stellen. Diese Möglichkeit hätten den Charme, dass Unternehmen nach wie vor ihre sensiblen Daten intern vorhalten und diese nicht in der Clound bei einem Hoster gespeichert haben. Das wäre sozusagen eine private Cloud!

Der Administrator hat weiterhin die Möglichkeit mit einer s.g. Retention Policy Daten vollautomatisch vom Postfach in das Archiv Postfach zu verschieben, beispielsweise alle Daten welche älter als 365 Tage sind.

Weiterhin bestünde die Möglichkeit dass Unternehmen eine ihre DAG Kopien bei einem Hoster betreiben zu lassen. Genauer gesagt, wäre es technisch denkbar, dass Unternehmen beliebig viele Exchange 2010 Server bei einem Hosten mieten/kaufen/aufstellen um an diesem externen Standort einen Exchange 2010 DAG Kopie zu erstellen. Somit hat das Unternehmen die 100%ige Sicherheit und Gewissheit unternehmensrelevante email Daten extern vorzuhalten und dennoch die Hoheit darüber zu behalten.

Marco Viets hat genau zu diesem Thema eine sehr interessante Dimplomarbeit zum Thema Archivierung erstellt, welche einen tollen Einblick in die aktuelle Marktsituation gibt, guckst du hier: http://sites.google.com/site/jenskleinhans/file-cabinet/AuswertungUmfrageDiplomarbeitMarcoViets.pdf?attredirects=0&d=1


Viele Grüße, Jens

Montag, 10. Mai 2010

untertützte Outlook Versionen für Exchang 2010

Hallo zusammen,

unter Exchange 2010 sind nur noch die Outlook Versionen ab Outlook 2003 unterstützt, ältere Outlook Versionen wie die Version XP oder 2000 sind offizielle nicht mehr unterstützt und somit auch nicht mehr supported, für weiter Infos guckst du hier:
http://technet.microsoft.com/en-us/library/bb125239.aspx

Viele Grüße, Jens

Donnerstag, 29. April 2010

BES5 Suppport für Exchange 2010 | Installationsvoraussetzungen

Hallo zusammen,

mit der aktuellen BES 5.01 Version wird seitens RIM nun auch offiziell Exchange 2010 untertützt. Folgende Voraussetzungen sind für den Betrieb des BES (nach wie vor nötig):

Für weitere Infos guckst du hier:
http://msexchangeteam.com/archive/2009/12/09/453486.aspx
http://na.blackberry.com/eng/services/server/exchange/2010support.jsp

Viele Grüße, Jens

BES5 reduziert deutlich die Festplattenbelastung

Hallo zusammen,

es wird gesagt, dass Technologie mit neuen Versionen immer besser wird, was im Bezug auf Serverbelastung bei der Verwendung von BES5 wieder einmal zutrifft. Viele Unternehmen haben immer wieder Probleme mit der Performance ihrer Exchange Systeme und finden immer wieder den Blackberry Dienst als Verursacher für die Performance Probleme. Mit der BES4.x Version wurde das Verhältnis mit 1:4 berechnet, d.h. vier BES User brauchen genausoviel Last für ein einziger Exchange Benutzer.

Mit der BES5 Version wird in dieser Hinsicht vieles deutlich besser, da die "Belastung" deutlich auf 2,34:1 reduziert werden konnte. Anders gerechnet könnten mit der BES5 Version deutlich mehr Blackberry User in eine Exchange Umgebung hinzugefügt werden.

Für weitere Infos guckst du hier: http://docs.blackberry.com/en/admin/deliverables/8864/BlackBerry_Enterprise_Server_for_Microsoft_Exchange-5.0-US.pdf

Viele Grüße, Jens

Mittwoch, 28. April 2010

maximale .pst Datei Größe

Hallo zusammen,

immmer mal wieder wird die Frage gestellt wie groß eigenglich die Outlook .pst Datei werden kann/darf/soll. Grundsätzlich müssen hier erstmal in verschiedene Outlook Versionen unterscheiden.

Microsoft Office Outlook 2007 and Microsoft Office Outlook 2003 have both a different format and a larger overall size limit for the personal folders (.pst) file than the .pst files that are in the earlier versions of Microsoft Outlook. In Outlook 2002 and earlier, the .pst files are in the American National Standards Institute (ANSI) format, and the overall size has a limit of 2 gigabytes (GB). By default, .pst files are in the Unicode format in Outlook 2007 and in Outlook 2003. Additionally, the overall size of the .pst files has a limit that is more than the 2-GB limit that is imposed by the ANSI .pst files. By default, the limit for a Unicode .pst file in Outlook 2007 and in Outlook 2003 is configured to be 20 GB. http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;EN-US;830336

Viele Grüße, Jens

Outlook Anywhere Test Szenario

Hallo zusammen,

es gibt für die gängigen Client Betriebssysteme den unten stehenden Registry Key mit dem es möglich ist, dass Outlook (2007) dazu gezwungen wird über http(s) sich mit dem Exchange Server zu verbinden. Im LAN verbindet sich das Outlook i.d.R "nur" mittels MAPI mit dem Exchange Mailboxserver, so dass ein Test nur erschwert möglich wäre. Mit dem unten stehenden Registry Key wird zwingend festgesetzt, dass Outlook sich nur mittels http(s) mit den Exchange Server verbinden soll.
Anders ausgedrückt ist das auch eine prima Möglichkeit um Qualität zu sichern/überprüfen:

HKCU\Software\Microsoft\Office\12.0\Outlook\RPC
neuen DWORD "DisableRpcTcpFallbackValue" Wert: 1

Der "RPC" Schlüssel ist per default nicht vorhanden, so dass dieser zuerst erstellt werden muss um danach im zweiten Schritt den DWORD zu erstellen.

Viele Grüße, Jens